Heute 21.Juni. Wider erwarten ist der Himmel blau und es ist trocken. Wir machen wieder einen Anlauf um endlich ablegen zu können. Das erste Ziel ist Marstrand, ein lebhafter, malerischer Touristenort direkt vor dem Skagerak, diesem wilden Gebiet der Nordsee. Dort müssen wir unseren leeren Dieseltank füllen.  Wir verstauen das Beiboot, ich verschenke mein Klappvelo einem jungen Segelfreak, der an seinem ausgesteuerten Regattaboot aus den 70er Jahren herumschleifft. Ich habe tiefes Mitgefühl für ihn.

 

Schon bald preschen wir hart am Wind zwischen den Inseln Richtung Westen zusammen mit anderen Seglern. Der Wind ist für diesen ersten Schlag gerade offenherzig. Gute 6 Bft. Dummerweise habe ich die Reffleinen (zum Segelfläche verkleinern) aus Zeitgründen noch nicht eingebunden. Ich kann also nicht reffen. Um durch die engen Fahrwasser bis Marstrand sicher durchzukommen, nehmen wir bald die Segel runter und erreichen sicher das Ziel. Erschöpft von all den Anstrengungen der letzten Wochen aber total happy.

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