Nach langem Warten können wir heute morgen an den Kran. Eigentlich ist unser Boot grenzwertig gross und zu schwer für diesen kleinen Kran, aber Magnus wird mit allem fertig. Die Schraube oder der Probeller wird sorgfälltig aufgesetzt und mit einem Drehmoment- Schlüssel angezogen. Nun sollte sie  halten bis in alle Ewigkeit.

Draussen vor Marstrand sehen wir die 44cup Yachten am regatieren. Offenbar machen sie bis 25 Knoten Speed. (Im Vergleich: Lovetheplanet max. Geschwindigkeit 11 Knoten beim surfen, also die Wellen von hinten). Die Schweizer Yacht Black Star ist vorne dabei.

Wir segeln über den Skagerrak Richtung Skagen Dänemark. Die Fahrt dauert über die Nacht bis morgens um 10 Uhr (Auf dem Bild ist Smutje beim Abendessen vorbereiten zu sehen. Es gibt Hörnli mit Ratatouille)

Vor Dänemark haben wir den Wind von vorne deshalb müssen wir morgens um 01:00 aufkreuzen. Hier um Skagen ist ein Verkehrstrennungsgebiet. Mit anderen Worten eine "Autobahn" für Hochsee Cargo Dampfer. Diesen ca. 6 km breiten Streifen darst du als Segler nur rechtwinklig überqueren, sprich das geht fast nur mit Motor, da sich der Wind nicht an diese "Autobahnen" richtet. Was wir sehen ist sehr eindrücklich. Aus dem Dunst kommen riesige Ungetüme, fast gespensterhaft, eines nach dem anderen. Sie sind extrem schnell und als kleines Segelschiff würden sie dich in Grund und Boden rammen.

D.h. wir müssen zwischen dem Kap Skagen und dem Verkehrstrennungsgebiet hin und her kreuzen und kommen kaum voran. Später fällt der Wind zusammen und wir müssen den Volvo Penta zu Hilfe nehmen. Der macht einen Saukrach aber läuft vom feinsten und das mit einem Alter von etwa 30 Jahren. Todmüde laufen wir bei Windstille in Hirtshals ein. Das ist ein grossen Dänischen  Fischerhafen, der seine besten Zeiten gesehen. Wir suchen uns ein Plätzchen um zu schlafen. Eigentlich hätten wir bis Tyborön fahren wollen. Aber ohne Wind keine Fahrt. Jetzt spielt uns auch der Wind noch einen Streich. Für die nächsten Tage ist nichts als Gegenwind angesagt. Das heisst für uns:Kreuzkurs, also den doppelten Weg