Morgen am 1.November geht es weiter. Leider hat mich eine Magendarmgrippe erwischt und zwei Tage lahmgelegt. Trotzdem ist Einiges gegangen. Neben mir ist eine 32 Fuss Stahlyacht von einem Engländer. Sein Ziel ist Patagonien und danach Kap Horn und über den Pazifik. Sein erstes Ziel ist Recife Brasilien. Wir haben in etwa die selbe Strecke vor uns, Recife ist nur etwa 300 Seemeilen weiter als Fernando de Noronha.
Wegen seiner Solaranlage brauchte er einen Mechaniker und er fand einen unter der Hand. Es schwärmte von ihm, sei ein Alleskönner. Das kam mir gerade recht, hatte ich doch ein neues Problem mit der Steueranlage. Also kam es zu einer Revision des Steuermechanismus. Die einerodierten Schrauben mussten weggeschweisst werden und ich staunte nicht schlecht, wie es in diesem Gehäuse drinnen aussah. Die Zahnräder waren nicht im Fett, wie es sein sollte,
sondern sie lagen in einer wässrigen Suppe. Von irgendwo ist Wasser eingetreten und hat sich dort angesammelt. Ilideu, der Mechaniker inspizierte es sorgfälltig. Wir säuberten alles und ein Arretierring musste neu gedreht werden, was Ilideu in seiner Werkstatt durchführte. Insgesamt zum Glück nur ein kleiner Defekt.
Jetzt heisste es noch Wasser und Diesel bunkern. Vor mir liegen die Doldrums (Flautenzohne in Äquatornähe) diese kann bisweilen mehrere hundert Seemeilen lang sein. Dann heisst es, entweder viel Geduld haben oder viel Diesel an Bord. Ich habe von beidem etwas.