Heute Sonnig aber immer noch stürmische Winde. Der Wind drückt unser Boot gegen die Lastwagenpneus an der Kaimauer. Das hinterlässt schwarze Spuren am Rumpf.Ärgerlich, aber das lässt sich reinigen. Lieber als bei diesen Konditionen dort draussen zu sein. Alle Fischerboote sind im Hafen. Draussen ankert ein mittelgrosser Frachter, da er bei diesen Bedingungen nicht in den Hafen kann. Unglaublich beeindruckend für uns Binnenländler. Die Wellenhöhe ist gemäss der lokalen Messstation von Hanstholm 7,5 Meter.

Per Funk habe ich schon gestern Kontakt mit dem Hafenkapitän aufgenommen. Wir staunen, wie freundlich wir behandelt werden. Dürfen gratis liegen, haben Strom und Wasser. Sonst gibt es aber kein Infrastruktur für Gäste, wie es sonst in den Marinas üblich ist, sprich Duschen , Waschmaschiene etc. Die Dänen scheinen uns gesprächiger zu sein als die Schweden. Wir erfahren, dass diese Windverhältnisse nichts Spezielles sind für diese Ecke hier oben, "it is probably the most windy place in Danmark". Aber um diese Jahreszeit sei es normalerweise ruhiger. 

Später am Tag machen wir einen Spaziergang ins Dorf, welches obehalb des Hafens liegt. Wir haben Mühe, zu Fuss gegen den Wind anzutreten. Aber wir geniessen es, festen Boden unter den Füssen zu haben nach einer Nacht, in der wir an Bord durchgeschüttelt wurden und das im Hafen. 

Abends gehe ich joggen. Kurz nach dem Hafengelände beginnen die Dünen und lange Sandstrände. Sufer und Kite-Surfer toben sich in den Wellen aus. Respekt!