Nach der Passage von Rotterdam bei guten Wetterbedingungen, segle ich ein paar Stunden südwärts bis zum nächsten Hafen nach Stellendam. Dieser liegt hinter einer Autobahnbrücke und einer Schleuse. In der elektronischen Seekarte (Navionics) las ich, dass die Brücke 14 Meter hoch sei. Das würde heissen, dass ich gar nicht unten durch kann, da mein Mast 15 Meter lang ist. Leider keinerlei Angaben, dass die Brücke sich öffnet und auch nicht, dass dahinter noch eine Schleuse wartet. Das erfahre ich nur durch ein Telefon mit dem Hafen.
Ich warte also vor der Brücke hinter einer anderen Yacht. Nach einer 1/2 Stunde schaltet die Ampel auf grün, die Autos halten und die Brücke geht auf. Ich erfahre vom Vordermann, dass in der Schleuse angebunden werden muss mit einem ca. 5 Meter Seil, vorne und hinten. Natürlich müssen auch die Seiten vom Boot gut mit Fendern geschützt werden. Da sich das Wasser sehr langsam hebt nachdem die Schleusentore geschlossen sind, ist es für mich kein Problem, mit zwei Tauen in der Hand das Schiff zu sichern. Alles gut gegangen.
Segeltechnisch heute eher langweilig, da es zu wenig blies. Ich musste den Motor mitlaufen lassen und es war heiss auf Deck. Aber ich bin dankbar, dass es nicht regnet. Was will man noch mehr.